Süßer Hirsebrei mit Vanille und Heidelbeeren

Ich gebe zu, dass dieses Rezept optisch nicht viel hermacht, dafür ist es recht simpel und echt lecker 🙂 

 
Zutaten:

40g Hirse

150ml Milch

1 EL Haferkleie (ggf. glutenfrei)

2 EL Vanillejoghurt

1 TL Cashewmus (optional)

Zimt

Vanille aus der Mühle

Heidelbeeren 

1 TL Agavensirup (optional) 

Die Hirse waschen und mit der Milch und der Vanille aufkochen. Ca. 7-10 Minuten köcheln lassen, dabei oft umrühren. Wenn die Flüssigkeit verkocht ist, das Joghurt unterrühren und weiter köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss die restlichen Zutaten unterheben. 

Tipp: Funktioniert auch gut mit gefrorenen Heidelbeeren, da sie nach dem Einrühren in den heißen Brei recht schnell auftauen.

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Doch keine Fruktoseintoleranz !!!

Nachdem sich trotz krasser Fruktosekarenz und zusätzlichem Verzicht auf Gluten nichts verbessert hat, habe ich mich an einen Facharzt gewendet. Auf meinen Hausarzt war ja kein Verlass…

Bis ich einen Termin für ein erstes Beratungsgespräch bekam, dauerte es etwas. Der Gastroenterologe ist dafür sehr nett und scheint auch kompetent. Er versorgte mich erst einmal mit einem ganzen Marathon an Arztterminen, die letzten liegen aktuell im September. Das ganze wird sich also noch etwas ziehen. Trotzdem bin ich sehr froh, dass endlich einmal etwas angestoßen wird und ich vielleicht irgendwann mal eine brauchbare Diagnose bekomme. Blutabnahme, Bauchultraschall und einen erneuten Fruktosetest habe ich schon hinter mehr. Und, ich konnte es kaum glauben: Der war negativ!!! Ich bin so sauer auf meinen unfähigen Hausarzt, auf Grund dessen falscher Diagnose ich wochenlang auf mein geliebtes Obst verzichtet habe!! Aber ich kann es nun eh nicht mehr ändern, und freue mich riesig über die zurückgewonnene Freude am Essen. Die letzten Tage habe ich schon fleißig „Obstparty gefeiert“ 😉

Diagnosemäßig hat mich das allerdings keinen Schritt weiter gebracht.  Sogar Gluten habe ich nun vorsichtig wieder eingeführt, damit geht es mir weder schlechter noch besser als vorher, aber wenigstens habe ich nun noch mehr leckere Lebensmittelauswahl. Wobei ich echt sagen muss, dass glutenfrei gar nicht schlimm ist. Ich habe mich in den letzten Wochen meiner enthaltsamen Ernährung mit vielen Unverträglichkeiten und Ernährungsformen auseinandergesetzt und dabei viel gelernt. Nun werde ich erst einmal wieder „alles“ essen und keine Experimente mehr anstellen, bin echt ratlos, woran es noch liegen könnte. Ich versuche trotzdem, das Essen so gut es geht zu genießen, Beschwerden habe ich ja so und so.

So viel als kurzes Update zu meinem Gesundheitszustand. Nun werde ich mich endlich mal wieder gesunden und abwechslungsreichen auf meinem Blog widmen können 🙂

App-Review: „Histamin, Fructose & Co.“ von Baliza

Ich möchte euch heute eine App vorstellen, die mir sehr geholfen hat und bei sämtlichen Unverträglichkeiten eine wertvolle Unterstützung im Alltag darstellt: „Histamin, Fructose & Co.“ von Baliza.

Auf die Idee gebracht hat mich die liebe Deniz von Fructopia mit ihrem Testbericht zu dieser App. Dieser hat mich letztendlich auch überzeugt, mir diese App zu kaufen, denn normalerweise gebe ich Anhang 4 (2)eher ungern Geld für so etwas aus. Aber das war es auf jeden Fall wert!

Die App deckt folgende Unverträglichkeiten ab: Fructose, Sorbit (ohne Fructose), Lactose, Saccharose, Histamin, Salicylat, Gluten, sowie Milcheiweiß- und Hühnereiweißallergie. Die individuellen Unverträglichkeiten und die Ausprägung können eingestellt werden.

Entsprechend diesen Angaben werden die Lebensmittel farblich gekennzeichnet: Grün für gut verträglich, von orange über gelb bis hin zu rot – nicht verträglich. Für jede eingestellte Unverträglichkeit erfolgt eine separate farbliche Kennzeichnung sowie die Angabe des jeweiligen Gehaltes, z.B. FruktosAnhang 3 (4)egehalt pro 100g. Zudem finden sich zu jedem Lebensmittel noch kurze hilfreiche Informationen.

Es besteht auch die Möglichkeit, das Lebensmittel auf die Einkaufsliste zu setzen, mit einer eigenen Bewertung zu versehen oder den Wikipedia-Artikel dazu direkt aufzurufen.

Außerdem können noch verschiedene Sprachen eingestellt werden – absolut perfekt auf Reisen!

Ich persönlich finde die App sehr hilfreich, Anhang 1 (10)wenn es darum geht, kurz mal etwas nachzusehen, zum Beispiel beim Einkaufen. Auch die vielen abgedeckten Unverträglichkeiten sind toll. Ich habe mittlerweile sogar sämtliche eingestellt, um nach einer negativen Reaktion auf ein Lebensmittel einen Anhaltspunkt zu haben, woran es liegen könnte. Aber ich denke, dass diese Funktion vor allem für Menschen mit multiplen Unverträglichkeiten äußerst hilfreich ist.

Die Bandbreite der enthaltenen Lebensmittel ist generell sehr gut. Natürlich kann nicht alles enthalten sein, aber manches fehlt mir schon, wie etwa Chiasamen.

Alles in allem würde ich die App aber auf jeden Fall weiterempfehlen!

Karenzphase Woche 2 – nun auch noch glutenfrei

So die Karenzphase ist nun eigentlich offiziell vorbei – leider ohne Erfolg. Aber der Reihe nach:

Seit Montag verzichte ich auch noch auf Gluten. Wieder hatte ich mit Entzugserscheinungen zu kämpfen, diesmal aber noch viel krasser. Ab dem dritten Tag fing es an, ich fühlte mich total müde, wie erschlagen, teilweise richtig benebelt und konnte mich kaum konzentrieren – nicht gerade hilfreich im letzten Semester… Der vierte Tag war am schlimmsten, aber ab Freitag wurde es ein bisschen besser.

Der Verzicht auf Gluten an sich war gar nicht so schlimm, es gibt schließlich genügend andere tolle Lebensmittel – Quinoa, Hirse, Reis, Kartoffeln, Buchweizen oder eben speziell glutenfreie Lebensmittel. Mein Favorit bisher ist Hirsegrießbrei – total lecker! Vom Brot bin ich allerdings enttäuscht – so ein abgepacktes glutenfreies Brot schmeckt eben einfach nicht so gut und mein erster Backversuch war auch nicht gerade von Erfolg gekrönt. Aber ich denke, das ist Gewöhnungssache und beim Backen werde ich noch viel probieren. Als leidenschaftliche Bäckerin ist mein Ehrgeiz gepackt 😉

Wirklich besser geht es mir leider nicht. Ich bezweifle mittlerweile sogar, ob die verspürte kleine Verbesserung von letzter Woche nur Einbildung war. Die fruktosearme Ernährung machte mir immer mehr zu schaffen, da sich trotz radikalem Verzicht keine Besserung einstellte und ich so langsam die Freude am Essen verlor.

Deswegen hab ich nun auch einen Termin beim Facharzt ausgemacht – hoffentlich kann der mir mehr helfen, als mein unfähiger Hausarzt! Leider ist der Termin erst in einem Monat und ich bin relativ ratlos, was ich bis dahin essen soll. Ich werde auf jeden Fall wieder Obst und Gemüse essen, ohne macht es einfach keinen Spaß, aber in moderaten Mengen und nur verträgliche Sorten.

So, nun möchte ich nicht weiter herumjammern und mich auf meinem Blog eher wieder den schöneren Dingen widmen 🙂

Liebe Grüße

Lisa

Karenzphase Woche 1 – Gar nicht so einfach, sowie Entzugserscheinungen…

Letzte Woche begann sie also endlich – die Karenzphase. Diese wird nach dem Feststellen einer Fruktoseintoleranz für ca. 2 Wochen durchgeführt und besteht aus einer quasi fruktosefreien Ernährung. Quasi deshalb, weil komplett fruktosefrei im Prinzip nicht möglich ist. Man sollte maximal 1-2g Fruktose pro Tag zu sich nehmen. Damit ihr euch etwas darunter vorstellen könnt: 2g Fruktose sind bereits in 30g Apfel, 60g Banane oder 50g Paprika enthalten. Das ist also nicht viel! Neben dem Fruktosegehalt spielt auch das Verhältnis von Glucose zu Fruktose eine Rolle und außerdem sollte man blähende Lebensmittel, wie zum Beispiel Erbsen meiden. Ich entschied mich dazu, ein Ernährungstagebuch zu führen, in dem ich jede Mahlzeit dokumentierte (mit Fruktosegehalt) und meine Beschwerden aufschrieb. Ich wog jedes Obst oder Gemüse, das ich zu mir nahm und berechnete mithilfe von Tabellen die Fruktosewerte.

Schon am ersten Tag folgte die Ernüchterung: Ich hatte eine Papaya gekauft, da diese allgemein als sehr verträglich gilt und musst beim Wiegen aber feststellen, dass bereits vier kleine Stückchen 25g wiegen und mit 0,8g Fruktose schon 40% meiner Tagesmaximalmenge ausmachen. Deswegen gab es in Zukunft zum Frühstück kein Obst mehr, sondern nur noch Müsli bzw. Porridge mit Milch. Mittags aß ich meist einen Feldsalat (50g enthalten nur 0,1g Fruktose – yay) mit ein wenig anderem Gemüse und dazu Brot, gekochte Eier, Wurst, Avocado etc. Abends versuchte ich so fruktosearm wie möglich zu kochen. Beispielweise gab es Reis mit Süßkartoffeln – natürlich akribisch abgewogen – oder einfach einen Milchreis ohne Zucker oder Obst.

Da ich zuvor immer viel Obst und Gemüse gegessen habe, finde ich es richtig schlimm, nun kaum noch etwas davon zu essen. Ich habe ständig das Gefühl, mich unausgewogen und mit zu wenig Vitaminen zu ernähren. Auf meinen täglichen Salat und ein bisschen Gemüse hier und da möchte ich deswegen auf keinen Fall verzichten.

Schon am dritten Tag stellten sich Entzugserscheinungen ein. Ich fühlte mich wie erschlagen – total müde und schwach. Das hatte nichts mehr mit der normalen alltäglichen Müdigkeit zu tun. Ich googelte und stellte fest, das es tatsächlich so etwas wie einen Zuckerentzug gibt. Mich wundert das zwar, da ich zuvor wirklich nicht viel Zucker gegessen habe (in Form von Süßigkeiten etc), aber der fehlende Fruchtzucker macht es wohl aus. Oft war ich außerdem richtig unterzuckert – ich war schwach und wurde zittrig. Traubenzucker (den kann ich problemlos essen) war also immer greifbereit, aber übertreiben wollte ich es damit natürlich auch nicht. Außerdem hatte ich ständig Heißhunger auf Süßes. Das hätten nicht mal Süßigkeiten sein müssen, einfach ein Apfel wäre soo herrlich gewesen…Anhang 2 (3)

Ein bisschen genießen wollte ich aber auch, und so gönnte ich mir fruktosefreie Schokolade und wenn ich zittrig wurde war das meine Rettung 😉

In den ersten Tagen merkte ich kaum eine Veränderung – im Gegenteil, ich hatte immer noch viele Beschwerden. Das waren aber wahrscheinlich noch Nachwirkungen vom Wochenende, wo ich aus unerklärlichen Gründen Kartoffeln überhaupt nicht vertragen hatte. Ab Donnerstag stellte sich eine minimale Besserung ein – ich hatte tatsächlich mal ein paar Stunden, wo ich kaum Beschwerden hatte. Aber komplett weg waren sie auf keinen Fall! Und auch wenn die Blähungen an sich ein klein wenig besser wurden, war ich immer noch total aufgebläht. Deswegen und aus verschiedenen anderen Gründen habe ich beschlossen, ab nächster Woche zusätzlich noch auf Gluten zu verzichten… Ich bin gespannt und hoffe, dass es damit noch weiter bergauf geht.

Die erste Woche nach der „Diagnose“

Vor einer Woche wurde ich positiv auf Fruktoseintoleranz getestet – wie ist es mir seitdem ergangen?

Zunächst einmal war ich froh, dass endlich eine Diagnose gestellt wurde und ich den Grund für meine Beschwerden herausgefunden hatte. Ich war zwar auch ernüchtert (Nie mehr einen Apfel essen?!), aber dennoch voller Tatendrang, die Karenzphase knallhart durchzuziehen und dann nach und nach wieder einiges an Obst in meinen Speiseplan zu integrieren.

Anhang 1 (7)
Verzweiflung bei der „Fruktoserecherche“ – widersprüchliche Aussagen ohne Ende 😦

Schnell war ich zudem überfordert: Von meinem Arzt brauchte ich keine Hilfe erwarten – er hatte selbst keine Ahnung und sah auch keine Notwendigkeit, mich an einen Ernährungsberater zu überweisen. Aus eigener Tasche will ich diesen auch nicht bezahlen. Also machte ich mich übereifrig ans Googeln. Aber warum muss eigentlich jede Website etwas anderes sagen? Im Grunde sind sie sich ja alle einig: Zwei Wochen kaum Fruktose zu sich nehmen (Karenzphase) und danach langsam wieder anfangen. Aber sobald es darum geht, welche Lebensmittel gut vertragen werden und welche man in der Karenzphase essen darf, da erzählt jeder etwas anderes… Klar, dass jeder Mensch anders ist und manche Dinge besser verträgt als andere, aber wie kann es sein, dass eine Quelle behauptet, Nüsse könne man problemlos essen, während die andere komplett davon abrät? Oder Zuchini einmal als sehr gut verträglich gekennzeichnet wird und beim nächsten Mal als überhaupt nicht verträglich? Der Oberhammer war ein Buch, das allen Ernstes Vanillezucker und sämtliche abgepackte Kuchensorten von Dr. Oetker als auf jeden Fall gut verträglich kennzeichnet!! Habe mich schon lange nicht mehr geärgert, Geld für ein Buch ausgegeben zu haben.

Das Hautproblem war, dass ich nicht sofort mit der Karenzphase beginnen konnte, sondern diese noch um zwei Wochen nach hinten verschieben musste, da wir morgen für ein paar Tage auf Studienreise fahren und ich keine Ahnung habe, wie ich das unterwegs durchziehen sollte.

Also aß ich zwar deutlich fruktosereduziert, aber nicht komplett fruktosefrei (bzw. -arm). Leider zeigte sich keinerlei Verbesserung und so stellte sich schnell Verzweiflung ein. Zudem eignete ich mir immer mehr Wissen an und die Liste der gesunden Lebensmittel, die ich in der Karenzphase sicher essen konnte, schrumpfte und schrumpfte…Nun gut, eine Woche einigermaßen fruktosearm habe ich noch vor mir, und dann wird richtig durchgestartet. Hoffentlich zeigt sich dann endlich eine Besserung!

Mein erster Blogpost oder: Wie doch alles ganz anders kam…

So, da ist er also, mein erster Blogpost.
Schon länger hatte ich geplant, einen Blog zu erstellen. Es sollte neben vielen bunten Rezepten um alles mögliche zum Thema Sport, gesunde Ernährung (vor allem Clean Eating) und glücklich Sein gehen. Ich hatte sogar schon ein wenig am Design gebastelt.
Und dann wurde ich positiv auf Fruktoseintoleranz getestet!! Ich sah quasi vor meinem inneren Auge alle Rezeptbilder mit viel kunterbuntem Obst verschwinden.
Vor allem aber war ich überfordert. Überfordert mit der Inkompetenz meines Arztes, der einfach keine Ahnung hat. Überfordert mit den vielen Beiträgen zum Thema Fruktose im Internet, die sich so oft widersprechen. Überfordert, da ich Obst über alles liebe und eigentlich so viel davon esse.
Deswegen habe ich das Konzept meines Blogs kurzerhand ein wenig umgeändert.
Es soll nun neben den Themenbereichen Happy, Healtyh & Fit (diese entstammen ursprünglich meinem Instagram-Namen) vor allem auch um Fruktoseintoleranz gehen. Da dies für mich etwas ganz Neues ist und es wahrscheinlich ein langer Lernprozess wird, möchte ich auf dem Blog darüber berichten.
Gleichzeitig möchte ich keinesfalls deprimiert auf Obst und eine ausgewogene Ernährung verzichten – ich möchte das Clean Eating Konzept so gut es geht weiterverfolgen, meine Priorität liegt aber erst einmal woanders. Und ich möchte dennoch abwechslungsreiche und leckere Gerichte kreieren!
Folgt mir also auf meinem Weg, bei dem ich selbst noch nicht weiß, wo genau er mich hinführt 🙂