Laufbericht – Der Maisel’s FunRun 2015

Der Maisel’s FunRun ist jährlich stattfindender Volkslauf der Brauerei Maisel in Bayreuth. Neben diversen kurzen Läufen für Kinder wird die Viertel- und Halbmarathondistanz angeboten.

Anhang 3 (2)
Am Morgen vor dem Lauf: Alles bereit

Vor drei Jahren bin ich dort zum ersten Mal die 10km gelaufen. Für mich war das damals der Wahnsinn, ich hatte ein Jahr zuvor erst Sport und gesunde Ernährung für mich entdeckt und mein Ziel war einfach nur „durchkommen!“. Als ich dann tatsächlich eine Zeit von 01:04:59 schaffe, konnte ich es nicht glauben! Meine Bestzeit im Training war acht Minuten langsamer gewesen!!

Seitdem ist das Laufen bei mir leider wieder eingeschlafen und erst Anfang diesen Jahres habe ich wieder so richtig angefangen – dafür mit umso mehr Begeisterung. Ich wollte unbedingt wieder mitlaufen und meine Zeit von damals schlagen.

Anhang 1 (8)
Vor dem Lauf

Vorfreudig stand ich am Sonntag des Laufs auf, nur um festzustellen, dass es mir nicht so gut ging. Nennen wir es mal „Verdauungsprobleme“, dazu ein flaues Gefühl im Magen, und das war nicht die Aufregung! Kurzzeitig überlegte ich sogar, den Lauf abzusagen, aber ich wollte unbedingt starten. Mit der ganzen Familie ging es also los nach Bayreuth. Wir kamen ca. 20 Minuten vor Startschuss an und konnten so noch den Halbmarathonläufern beim Starten zusehen, die eine viertel Stunde vor uns los liefen. Dank unverhofftem Sonnenschein legte ich schon bald mein Jäckchen ab und übergab meine Tasche meiner Mama. Mein Papa und ich (er lief auch mit) bewegten uns Richtung Start, ich reihte mich aber deutlich hinter ihm ein. Der Startschuss fiel, die Stimmung war gut und ich wollte unbedingt loslaufen (dass mir flau im Magen war hatte ich sogar für den Moment vergessen), aber es dauerte noch 2-3 Minuten, bis ich überhaupt über die Startlinie kam. Dann Runtasticaufzeichnung starten, Musik an, Armtasche fürs Handy anlegen und looos geht’s. Es war ein tolles Gefühl. Der Läuferstrom vor und nach mir schien endlos, zahlreiche Leute feuerten uns von allen Seiten an, die Sonne schien und ich freute mich. Die ersten Kilometer liefen sehr gut. Ich startete schnell, aber nicht zu schnell, konnte viele Läufer überholen, hätte aber gerne noch mehr, wenn die Wegbreite es zugelassen hätte. Bald schon sagte mir die nette Runtastic Stimme „You’ve completed one quarter of your workout“. Yeah, ging ja ganz schnell. Ab dem sechsten Kilometer spürte ich die Anstrengung deutlich. Hier ging ich aber noch davon aus, locker unter 1 Std. 5 Min. zu kommen und stresste mich deswegen nicht zu sehr. Ich überholte immer mal wieder ein paar Läufer und freute mich der Zuschauer am Wegesrand. Beim Getränkestand musste ich nur über mich selbst schmunzeln, vielleicht hätte ich das Trinken während des Laufens vorher einmal üben sollen 😀

Ab km 7 oder 8 merkte ich langsam, dass es mit der geplanten Zielzeit eventuell doch nicht klappen würde und vor allem, dass meine Kräfte nachließen. Ich war leicht entmutigt, kämpfte mich aber trotzdem vorwärts. Die letzten 1,5-2km führten wieder durch die Innenstadt und die Zuschauer wurden mehr. Das hat nochmal richtig Kraft gegeben! Irgendwie schleppte ich mich über die letzte Strecke, obwohl ich eigentlich gar keine Lust mehr hatte und mich am liebsten einfach hingelegt hätte 😉 Puuh und wie lange so eine Zielgerade sein kann. „Da muss doch endlich das Ziel kommen!!“. Schließlich erreichte ich es endlich und war heilfroh, das Laufen aufhören zu können. Für einen kurzen Augenblick war ich total enttäuscht, dass ich tatsächlich noch ÜBER die 01:05h gekommen war, aber dann war ich einfach nur stolz auf mich, dass ich es durchgezogen habe und im Ziel war! Ich bahnte mir einen Weg durch die Läufermassen und versuchte kleine Runden zu drehen, während ich kaum Luft bekam und wäre ich stehen geblieben, hätte wahrscheinlich mein Kreislauf nachgegeben. Als es wieder besser ging, holte ich mir ein Wasser und suchte meine Familie. Bei meinem Papa war es deutlich besser gelaufen, er hatte seine Zielzeit sogar noch übertroffen und meine Familie versicherte mir, dass auch meine Zeit top wäre.

Zieleinlauf
Zieleinlauf

Wir verbrachten noch ein wenig Zeit auf dem Weißbierfest, bevor es nach Hause zum Duschen und Muttertagsbesuchen ging. Nachmittags kam dann auch endlich die offizielle Zeitmessung online: 01:05:32.

Ich bin absolut nicht zufrieden mit der Zeit und enttäuscht, da ich mir deutlich mehr erhofft hatte. Aber hey! Mir ging es früh nicht gut und ich habe es trotzdem durchgezogen! Es war ein schöner Lauf mit super Stimmung. Danke an dieser Stelle an die vielen Zuschauer entlang der Strecke, die immer wieder angefeuert und motiviert haben. Ihr glaubt gar nicht, wie gut sich das anfühlt!

Und für meinen nächsten Lauf bin ich auch schon angemeldet. Im September findet in meiner neuen Heimat (bei Bayreuth ist meine alte) wieder ein Viertelmarathon statt, und da habe ich mir vorgenommen, mit einem strukturierterem Training unter 1 Stunde zu kommen!

So, falls es jemand tatsächlich bis hierhin gelesen hat: Sorry, ich weiß, das war kein Marathonbericht, aber für mich war es trotzdem ein „emotionales“ Erlebnis, das ich mit euch teilen möchte 🙂

Anhang 4
Nach dem Lauf – Erschöpft, unzufrieden aber stolz Und beim nächsten Mal wird’s besser

Was ist eigentlich BodyPump?

Wenn ich gefragt werde, was ich so im Fitnessstudio mache, ernte ich immer wieder fragende Gesichter, wenn ich von BodyPump schwärme. Deshalb möchte ich euch heute mein absolutes Lieblings-Fitnessprogramm vorstellen.

BodyPump ist ein 60-minütiges Langhanteltraining, das als Kurs mit einer festen Choreographie in lizensierten Fitnessstudios angeboten wird. Die Programme werden von LesMills, einer Firma aus Neuseeland, entwickelt. Alle 3 Monate gibt es eine neue Choreographie, die von den Trainern erlernt wird und für das nächste Viertel Jahr im Kurs präsentiert wird.

In einer Stunde werden die folgenden Muskelgruppen trainiert (jeweils einen Song lang):

1. Warm-Up – alle Muskelgruppen werden kurz angesprochen

2. Beine – Squats ohne Ende!! Mit der Stange auf dem Rücken und mit dem höchsten Gewicht der Stunde.

3. Brust – Bankdrücken mit dem Rücken auf dem Step

4. Rücken – Deadlift, Rudern, Clean & Press, …

5. Trizeps – meiste eine bunte Mischung aus Dips, Trizeps-Push-Ups, Kickbacks usw.

6. Bizeps – Bizep-Curls mit der Stange

7. Beine (zum zweiten Mal) – Squats, Lunches und manchmal die allseits beliebten Sprünge

8. Schulter – verschiedene Übungen mit Scheiben/Kurzhanteln und der Langhantel, sowie Liegestütze

9. Bauch – sämtliche Übungen

10. Stretch/Cooldown

Im Gegensatz zum Gerätetraining wird hier eher auf kleinere Gewichte und dafür mehr Wiederholungen (bis zu 800 in einer Stunde) gesetzt.

Der Kurs ist für jedes Fitnesslevel konzipiert – jeder kann mit eigenen Gewichten und teilweise leichteren Optionen das meiste für sich rausholen.

BodyPump bietet nach eigenen Angaben von LesMills folgende Vorteile:

– gesteigerte Kraft

– verbesserte allgemeine Fitness

– definierte Muskulatur und verbesserte Haltung

– Stärkung der Knochen

– bis zu 600 verbrannte Kalorien pro Stunde!

– mehr Selbstvertrauen

Meine Meinung:

Ich liiieeebe BodyPump. Seit mehr als drei Jahren treibt es mich (abgesehen von ein paar unfreiwilligen Unterbrechungen) regelmäßig ins Fitnessstudio und es wird nie langweilig. Man feiert immer wieder kleine Erfolge, wenn man das Gewicht erhöhen kann und sieht schnell die ersten Ergebnisse. Die Muskeln werden schön definiert, ohne zu sehr „aufgepumpt“ zu werden Außerdem mag ich das Training in der Gruppe. Ich bin absolut kein Fan von Geräten und wenn ich zu BodyPump gehe, weiß ich, dass ich auf jeden Fall eine Stunde lang alle Muskelgruppen trainieren werde. Und die Musik macht einfach nur gute Laune und wird, sobald die 3 Monate mit diesen Tracks herum sind, sofort in meine Jogging-Playlist übernommen. Nach jeder Stunde fahre ich voll mit Endorphinen nach Hause 🙂

Falls ihr neugierig geworden seid, könnt ihr hier nach einem Studio in eurer Nähe suchen und eine Probestunde vereinbaren.

Mehr Infos gibt es auf der deutschen BodyPump-Seite und auf der Internationalen.

LesMills bietet übrigens noch viele andere Kursformate an, von Step-Aerobic über HIIT und Yoga, bis hin zu Indoor-Cycling, da sollte für jeden etwas dabei sein. Ich habe schon viele der anderen Kurse ausprobiert und liebe sie alle 🙂