Achtsam durch den Tag – Woche 4: Die eigenen Hände wahrnehmen

Die Übung der vergangenen Woche schien auf den ersten Blick recht einfach: Mehrmals am Tag die eigenen Hände beobachten, so als gehörten sie einem Fremden.

Und tatsächlich dachte ich erstaunlich oft daran, meine Hände in Aktion oder in Ruhe zu betrachten. Wahrscheinlich war ich froh, endlich eine leichtere Aufgabe zu haben 😉

Aber wie würde eigentlich ein Fremder meine Hände betrachten? Würde er sie einfach als ein weiteres Paar Hände ohne bestimmte Wertung wahrnehmen? Oder würden ihm sämtliche Makel auffallen, die mich selbst stören? Meine krummen Finger, meine kurzen Fingernägel, die trockene Haut, …? Ich habe wirklich versucht, meine Hände ganz wertneutral zu betrachten, aber ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, wie ein Fremder sie wohl so wahrnimmt.  Aber es sind ja auch meine Hände!

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Und als ich mich so über meine unschönen Hände ärgerte, stieß ich auf einen wundervollen Blogartikel. Ich hätte ihn gerne verlinkt, allerdings finde ich ihn tatsächlich nicht mehr… Es ging darum, wie unzufrieden die Autorin mit ihren dünnen Haaren ist und wie schön doch dicke Haare wären. Aber anstatt über etwas, das man nicht ändern kann, zu jammern, konzentriert sie sich lieber auf die Vorteile ihrer dünnen Haare. Das versuchte ich auch auf meine Hände zu übertragen und siehe da, ich konnte auch ein paar positive Aspekte entdecken. Man kann die Dinge also immer auf verschiedene Art und Weise betrachten und Unterschiedliches darauf machen.

Zum Schluss möchte ich noch die Schlussworte aus dem Kapitel im Buch zitieren:

„Zwei Hände arbeiten mühelos zusammen, um viele wundervolle Dinge zu vollbringen, und sie schaden einander niemals. Könnte dies auch für jegliches Paar von Menschenwesen wahr werden?“

Bildquelle: Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/multimedia/158/70/104/6208708625.jpg

Süßer Hirsebrei mit Vanille und Heidelbeeren

Ich gebe zu, dass dieses Rezept optisch nicht viel hermacht, dafür ist es recht simpel und echt lecker 🙂 

 
Zutaten:

40g Hirse

150ml Milch

1 EL Haferkleie (ggf. glutenfrei)

2 EL Vanillejoghurt

1 TL Cashewmus (optional)

Zimt

Vanille aus der Mühle

Heidelbeeren 

1 TL Agavensirup (optional) 

Die Hirse waschen und mit der Milch und der Vanille aufkochen. Ca. 7-10 Minuten köcheln lassen, dabei oft umrühren. Wenn die Flüssigkeit verkocht ist, das Joghurt unterrühren und weiter köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss die restlichen Zutaten unterheben. 

Tipp: Funktioniert auch gut mit gefrorenen Heidelbeeren, da sie nach dem Einrühren in den heißen Brei recht schnell auftauen.

Achtsam durch den Tag – Woche 3: Füllwörter

Nachdem mir die Übungen der zweiten Woche schon nicht ganz leicht gefallen waren, hoffte ich auf eine leichtere Übung in Woche 3. Leider war natürlich genau das Gegenteil der Fall: „Füllwörter“. Man sollte beim eigenen Sprechen auf Füllwörter achten, zum Beispiel „äh“, „also“, „ja“, „naja“ und so weiter. Puuh. Nach drei Tagen hatte ich ab und zu am Anfang eines Gesprächs einmal daran gedacht, konnte mich aber nie lange darauf konzentrieren. Also nahm ich mich beim Telefonieren selbst auf und hörte mir die Aufnahme später an. Da ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass ich viele Sätze mit „Also“ beginne oder zwischendrin immer mal wieder ein „also“ einfließen lassen. Ein erster kleiner Erfolg. Aber dabei sollte es leider bleiben, viel mehr „Erleuchtendes“ habe ich in dieser Woche nicht erfahren. Selbst im Buch wird diese Übung als sehr herausfordernd und frustrierend beschrieben.

Dafür hatte ich diese Woche ein anderes kleines Achtsamkeitserlebnis (hier nachzulesen), von daher bin ich trotzdem zufrieden.

Die Übung für die nächste Woche klingt auf jeden deutlich einfacher. Da kann ich euch hoffentlich etwas mehr berichten 😉

Achtsamkeit beim Laufen gehen – mein kleiner Glücksmoment heute 

Seit einigen Wochen beschäftige ich mich ja mit dem Konzept der Achtsamkeit. Zum Beispiel habe ich beim Spazieren gehen immer wieder versucht, die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Gerüche, Geräusche, Gefühle und visuelle Details. Als ich heute nach langer Pause endlich einmal wieder laufen war, habe ich zum ersten Mal die Früchte meiner Achtsamkeitsbemühungen zu spüren bekommen. 

Dazu muss man sagen, dass ich nur mit Musik laufen gehe. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ohne Kopfhörer losgelaufen zu sein. Musik motiviert, spornt an und macht gute Laune. Doch heute hat sie mich fast schon gestört. Ich wollte viel lieber die Natur wahrnehmen und vor allem hören. Und so tat ich etwas „revolutionäres“: Ich nahm die Kopfhörer aus den Ohren! 😀 

Und ich konnte es endlich hören: Das Rauschen des Windes in den Blättern, meine Schritte auf dem weichen Untergrund, die Autos in der Ferne, die Flügelschläge der Schwäne im Fluss, … Es war herrlich. 

Und zum ersten Mal war mir auch die Runtastic-Statistik egal: Ich legte eine ausgedehnte Gehpause ein, genoss die wunderschöne Natur  und nahm mir sogar die Zeit ein paar Fotos zu machen. 

Sportlich war das heute sicherlich keine Höchstleistung, aber ich kam dennoch glücklich und zufrieden nach Hause. Also, wenn ihr auch zu den „Nur-mit-Musik-Joggern“ gehört: Probiert es einfach mal aus. Nehmt für 2 Minuten die Kopfhörer aus den Ohren und lauscht 🙂

  

Achtsam durch den Tag – Woche 2: Keine Spuren hinterlassen

Die zweite Woche meines Achtsamkeitsexperiments stand unter dem Motto „Keine Spuren hinterlassen“. Man sollte sich ein Zimmer auswählen, in dem man keine Spuren der Benutzung hinterlassen sollte. Sofort entschied ich mich für die Küche, denn gerade dort lasse ich gerne mal mein dreckiges Geschirr stehen, lasse ein benutztes Messer liegen oder wische Dreck nicht gleich weg.

Da ich unter Woche nur abends zu Hause bin und dieses Wochenende zudem noch unterwegs war, hatte ich gar nicht so viel Gelegenheit, diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen. So oft es ging räumte ich mein Geschirr sofort in die Spülmaschine, aber oft habe ich es auch nicht geschafft oder einfach vergessen.

Außerdem fiel es mir schwer, die Verbindung zur Achtsamkeit herzustellen. Das Buch sagt dazu unter anderem folgendes:

„Diese Übung hilft, uns der Neigung bewusst zu werden, uns von der Erledigung bestimmter Dinge abzuwenden […]“

„Diese Übung bringt unsere Faulheit ans Licht.“

„Diese Übung lenkt unsere Aufmerksamkeit auch wieder auf die vielen kleinen Dinge, die den ganzen Tag lang unser Leben und unsere Arbeit unterstützen […]“

Nun, auch wenn für mich persönlich diese Übung nicht sehr hilfreich in Bezug auf die Achtsamkeit war, so werde ich eines mitnehmen: Wenn ich das nächste Mal etwas liegen lassen möchte, so werde ich mir denken: „Keine Spuren hinterlassen“. Ich finde, das klingt viel schöner als „Alles sofort wegräumen“ 😉

Dinkelgrießbrei mit Banane und Chiasamen

Grießbrei und co. lassen sich auch wunderbar ohne Zucker zubereiten. Hier eine Version mit meinem Lieblings-„Süßungsmittel“ Banane:

Zutaten: 

Anhang 1 (13)

30g Grießbrei

175ml Milch

1/2 Banane (zerdrückt)

1 TL Cashewmus

1 TL Chiasamen

1 TL Agavensirup

Vanille aus der Mühle

Zimt

Zubereitung:

Die Milch mit einer ordentlichen Portion Vanille zum Kochen bringen. Dann den Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Noch einmal kurz aufkochen und dann vom Herd nehmen. Die Chiasamen dazugeben und alles kurz quellen lassen. Die restlichen Zutaten unterrühren.

Der Grießbrei wird durch die Banane seeehr süß – daher vorsichtig süßen.

Und bitte beachtet, dass diese Mengenangaben für manche Menschen ggf. etwas wenig sein könnten, da ich meistens nur sehr kleine Portionen zu mir nehme 😉