Rhabarber Crumble – glutenfrei und fruktosearm

Gleich vorne weg: Dieses mal ist es kein gesundes Rezept 😉 Aber das darf man sich auch mal gönnen!

Zutaten:

450g RhabarberIMG_3213

100g glutenfreies Mehl

40g glutenfreie Haferflocken

10g gemahlene Mandeln

50g + 1 EL Traubenzucker

70g Butter + Butter für die Form

1 EL Reissirup

Zimt

Zubereitung:

Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. In eine gefettete Form bzw. auf ein Blech geben und mit 1 EL Traubenzucker vermischen. IMG_3198

Für die Streusel das Mehl, die Haferflocken, die Mandeln, den Zucker, die weiche Butter, Reissirup und Zimt zu Streuseln verkneten und über den Rhabarber geben.

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Im vorgeheizten Backofen bei 200°C backen, bis der Rhabarber weich ist.

Anmerkungen:

  • Als Mehl habe ich die 4-Korn-Vollkorn Mehl Mischung von Werz verwendet. Dadurch schmecken die Streusel tatsächlich sehr nach Vollkorn. Wer das nicht mag, besser ein helleres Mehl verwenden.
  • Bezüglich Mandeln und Fruktoseintoleranz gibt es ja unterschiedliche Ansichten, deswegen habe ich nur eine kleine Menge verwendet. Ich kann mir vorstellen, dass es mit mehr auch sehr gut schmeckt.
  • Der Rhabarber war trotz des Zuckers noch recht sauer. Wer das vermeiden möchte, am besten noch ein wenig mehr Zucker darauf geben.
  • Eigentlich isst man so einen Crumble ja warm, mir persönlich hat er aber kalt besser geschmeckt.

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Fruktosearmer und gesunder Bananen-Kokos-Kuchen

Natürlich möchte ich es mir trotz Fruktoseintoleranz nicht nehmen lassen zu backen. Also habe ich einfach mal ein bisschen herumprobiert und herausgekommen ist dieser leckere Kuchen, der zudem auch noch richtig gesund ist 🙂

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Zutaten für eine Mini-Kuchenform (ca. 2 Portionen):

– 1 Ei

– 1 TL Traubenzucker

– 1 TL Reissirup

– 80g Banane

– 50 g Hafermehl (gemahlene Haferflocken)

– 2 EL gemahlene Mandeln

– 2 EL Kokosraspeln

– 1/2 TL Backpulver

– evtl. ein wenig Milch

Zubereitung:

Das Ei, den Traubenzucker und den Reissirup schaumig rühren. Die Banane zerdrücken und mit den restlichen Zutaten unterrühren.

Bei 180° Umluft bis zu 20 Minuten backen.

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Anmerkungen:

Der Kuchen schmeckt sehr bananig, das muss man wirklich mögen. Mir hat er frisch am besten geschmeckt, am nächsten Tag war er nicht mehr ganz so saftig. Deswegen würde ich beim nächsten Mal noch ein klein wenig Milch hinzufügen (die hatte ich nicht mit dabei).

Karenzphase Woche 2 – nun auch noch glutenfrei

So die Karenzphase ist nun eigentlich offiziell vorbei – leider ohne Erfolg. Aber der Reihe nach:

Seit Montag verzichte ich auch noch auf Gluten. Wieder hatte ich mit Entzugserscheinungen zu kämpfen, diesmal aber noch viel krasser. Ab dem dritten Tag fing es an, ich fühlte mich total müde, wie erschlagen, teilweise richtig benebelt und konnte mich kaum konzentrieren – nicht gerade hilfreich im letzten Semester… Der vierte Tag war am schlimmsten, aber ab Freitag wurde es ein bisschen besser.

Der Verzicht auf Gluten an sich war gar nicht so schlimm, es gibt schließlich genügend andere tolle Lebensmittel – Quinoa, Hirse, Reis, Kartoffeln, Buchweizen oder eben speziell glutenfreie Lebensmittel. Mein Favorit bisher ist Hirsegrießbrei – total lecker! Vom Brot bin ich allerdings enttäuscht – so ein abgepacktes glutenfreies Brot schmeckt eben einfach nicht so gut und mein erster Backversuch war auch nicht gerade von Erfolg gekrönt. Aber ich denke, das ist Gewöhnungssache und beim Backen werde ich noch viel probieren. Als leidenschaftliche Bäckerin ist mein Ehrgeiz gepackt 😉

Wirklich besser geht es mir leider nicht. Ich bezweifle mittlerweile sogar, ob die verspürte kleine Verbesserung von letzter Woche nur Einbildung war. Die fruktosearme Ernährung machte mir immer mehr zu schaffen, da sich trotz radikalem Verzicht keine Besserung einstellte und ich so langsam die Freude am Essen verlor.

Deswegen hab ich nun auch einen Termin beim Facharzt ausgemacht – hoffentlich kann der mir mehr helfen, als mein unfähiger Hausarzt! Leider ist der Termin erst in einem Monat und ich bin relativ ratlos, was ich bis dahin essen soll. Ich werde auf jeden Fall wieder Obst und Gemüse essen, ohne macht es einfach keinen Spaß, aber in moderaten Mengen und nur verträgliche Sorten.

So, nun möchte ich nicht weiter herumjammern und mich auf meinem Blog eher wieder den schöneren Dingen widmen 🙂

Liebe Grüße

Lisa

Karenzphase Woche 1 – Gar nicht so einfach, sowie Entzugserscheinungen…

Letzte Woche begann sie also endlich – die Karenzphase. Diese wird nach dem Feststellen einer Fruktoseintoleranz für ca. 2 Wochen durchgeführt und besteht aus einer quasi fruktosefreien Ernährung. Quasi deshalb, weil komplett fruktosefrei im Prinzip nicht möglich ist. Man sollte maximal 1-2g Fruktose pro Tag zu sich nehmen. Damit ihr euch etwas darunter vorstellen könnt: 2g Fruktose sind bereits in 30g Apfel, 60g Banane oder 50g Paprika enthalten. Das ist also nicht viel! Neben dem Fruktosegehalt spielt auch das Verhältnis von Glucose zu Fruktose eine Rolle und außerdem sollte man blähende Lebensmittel, wie zum Beispiel Erbsen meiden. Ich entschied mich dazu, ein Ernährungstagebuch zu führen, in dem ich jede Mahlzeit dokumentierte (mit Fruktosegehalt) und meine Beschwerden aufschrieb. Ich wog jedes Obst oder Gemüse, das ich zu mir nahm und berechnete mithilfe von Tabellen die Fruktosewerte.

Schon am ersten Tag folgte die Ernüchterung: Ich hatte eine Papaya gekauft, da diese allgemein als sehr verträglich gilt und musst beim Wiegen aber feststellen, dass bereits vier kleine Stückchen 25g wiegen und mit 0,8g Fruktose schon 40% meiner Tagesmaximalmenge ausmachen. Deswegen gab es in Zukunft zum Frühstück kein Obst mehr, sondern nur noch Müsli bzw. Porridge mit Milch. Mittags aß ich meist einen Feldsalat (50g enthalten nur 0,1g Fruktose – yay) mit ein wenig anderem Gemüse und dazu Brot, gekochte Eier, Wurst, Avocado etc. Abends versuchte ich so fruktosearm wie möglich zu kochen. Beispielweise gab es Reis mit Süßkartoffeln – natürlich akribisch abgewogen – oder einfach einen Milchreis ohne Zucker oder Obst.

Da ich zuvor immer viel Obst und Gemüse gegessen habe, finde ich es richtig schlimm, nun kaum noch etwas davon zu essen. Ich habe ständig das Gefühl, mich unausgewogen und mit zu wenig Vitaminen zu ernähren. Auf meinen täglichen Salat und ein bisschen Gemüse hier und da möchte ich deswegen auf keinen Fall verzichten.

Schon am dritten Tag stellten sich Entzugserscheinungen ein. Ich fühlte mich wie erschlagen – total müde und schwach. Das hatte nichts mehr mit der normalen alltäglichen Müdigkeit zu tun. Ich googelte und stellte fest, das es tatsächlich so etwas wie einen Zuckerentzug gibt. Mich wundert das zwar, da ich zuvor wirklich nicht viel Zucker gegessen habe (in Form von Süßigkeiten etc), aber der fehlende Fruchtzucker macht es wohl aus. Oft war ich außerdem richtig unterzuckert – ich war schwach und wurde zittrig. Traubenzucker (den kann ich problemlos essen) war also immer greifbereit, aber übertreiben wollte ich es damit natürlich auch nicht. Außerdem hatte ich ständig Heißhunger auf Süßes. Das hätten nicht mal Süßigkeiten sein müssen, einfach ein Apfel wäre soo herrlich gewesen…Anhang 2 (3)

Ein bisschen genießen wollte ich aber auch, und so gönnte ich mir fruktosefreie Schokolade und wenn ich zittrig wurde war das meine Rettung 😉

In den ersten Tagen merkte ich kaum eine Veränderung – im Gegenteil, ich hatte immer noch viele Beschwerden. Das waren aber wahrscheinlich noch Nachwirkungen vom Wochenende, wo ich aus unerklärlichen Gründen Kartoffeln überhaupt nicht vertragen hatte. Ab Donnerstag stellte sich eine minimale Besserung ein – ich hatte tatsächlich mal ein paar Stunden, wo ich kaum Beschwerden hatte. Aber komplett weg waren sie auf keinen Fall! Und auch wenn die Blähungen an sich ein klein wenig besser wurden, war ich immer noch total aufgebläht. Deswegen und aus verschiedenen anderen Gründen habe ich beschlossen, ab nächster Woche zusätzlich noch auf Gluten zu verzichten… Ich bin gespannt und hoffe, dass es damit noch weiter bergauf geht.

Liebster Blog Award

Oh wow, ich fühle mich noch immer ganz geehrt – die liebe Anna von Everyday & Me hat mich für den Liebster-Blog-Award nominiert. (Link zu ihrem Artikel). Hierbei geht es darum, die elf gestellten Fragen zu beantworten, sich 11 neue auszudenken und drei gern gelesene Blogs zu nominieren.

Hier meine Antworten auf Anna’s Fragen:

1. Welche Idee steckt hinter deinem Blog? Was willst du damit erreichen?

Auf meinem Blog soll es einerseits um die drei Themengebiete Happy, Healthy & Fit gehen. Dies sind auch die drei Bereiche, die mich im täglichen Leben beschäftigen: Wie kann ich glücklich, gesund und fit durchs Leben gehen? Außerdem soll es auch um meine kürzlich festgestellte Fruktoseintoleranz gehen.

Ich möchte mit dem Blog anderen Menschen eine kleine Inspiration sein und mich auch selbst motivieren, immer wieder an mir zu arbeiten.

2. Welches sind deine TOP 3 Lieblingsblogs? Warum?

  • Eat Train Love: Dieser Blog war es, der mich auf das Clean Eating Konzept brachte. Ich habe bereits viel auf dem Blog gestöbert und bin begeistert von Kristins Wandel und Lebensstil. Sie ist ein echtes Vorbild und ich freue mich immer über neue Blogposts von ihr.
  • Projekt Gesund Leben: Auch auf diesen Blog bin ich Rahmen von Clean Eating gestoßen. Hier findet man viele nützliche und hilfreiche Informationen und Anregungen. Besonders gut finde ich, dass Hannah als Gesundheitswissenschaftlerin wirklich weiß, wovon sie schreibt und ihre Aussagen wissenschaftlich fundiert sind.
  • Fructopia: Auf diesen Blog bin ich durch meine Fruktoseintoleranz gestoßen und war seitdem immer wieder dort, um mich „schlau zu machen“. Deniz kreiert tolle fruktosearme Gerichte und hat mittlerweile sogar ihr eigenes Kochbuch herausgebracht. Auch sie ist eine tolle Inspiration.
  • Kochtrotz: Diese Frau ist der Hammer! Sie hat mit so vielen Unverträglichkeiten und Allergien zu kämpfen (zeitweise vertrug sie überhaupt nur VIER Lebensmittel!!), aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Mit größter Kreativität kreiert sie tolle Rezepte und ist ein riesen Vorbild für mich.

(Ich hoffe es ist ok, dass ich 4 Blogs genannt habe, aber ich finde sie alle so toll)

3. Seit wann bloggst du? Und wie regelmäßig?

Ich blogge erst seit letztem Monat, ca. 2 Mal pro Woche. Mal sehen, wie das in Zukunft wird.

4. Wasser pur oder mit Saft?

pur!

5. Welcher ist dein Lieblingstag im Jahr?

Ich denke Weihnachten.

6. Trinkst du Kaffee? Und wenn ja, wie trinkst du ihn am liebsten?

Ja, wobei ich ständig versuche, weniger davon zu trinken…Am liebsten mit viieeel Milchschaum (natürlich laktosefrei ;))

7. Wovon kannst du nie genug kriegen?

Urlaub

8. Wie sieht dein perfekter Tag aus?

Bei Sonnenschein aufwachen, ein tolles aufwändiges Frühstück vorbereiten, ein paar Dinge erledigen, die ich mir vorgenommen hatte, Zeit mit meinem Mann verbringen, ein gutes Buch auf dem Balkon in der Sonne lesen, abends noch eine Runde BodyPump und dann erschöpft und glücklich einschlafen.

9. Hast du einen Tick?

Ich bin einerseits total geizig, was Essen anbelangt. Ich versuche immer mir für unterwegs etwas mitzunehmen, damit ich mir nichts kaufen muss; nehme im Restaurant eher die billigeren Dinge und würde nie Geld für ein Markenprodukt ausgeben, wenn das Diskounterprodukt doch genauso schmeckt und viel billiger ist. Aber wehe es geht um überaus gesunde Nahrung oder um Bio-Artikel, dann gebe ich ein gefühltes Vermögen aus 😀

10. Was muntert dich auf, wenn es dir mal schlecht geht?

Mein wundervoller Mann, der mich immer unterstützt und aufbaut.

11. Womit könnte man dir eine riiiiesen Freude machen?

Mir einen Urlaub in der Sonne schenken – frei von Stress und Verpflichtungen.

Und hier kommen meine elf Fragen an die drei Nominierten:

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

2. Wie sieht dein perfekter Urlaub aus?

3. Welche Sprache würdest du gerne sprechen und warum?

4. Süß oder salzig?

5. Was ist eines deiner Lieblingsbücher?

6. Bei welcher Kalorienbombe wirst du schwach?

7. Worauf bist du besonders stolz?

8. Ohne welchen Gegenstand gehst du nicht aus dem Haus?

9. Was kannst du gar nicht leiden?

10. Lang- oder Kurzschläfer?

11. Worüber lachst du gerne?

Ich nominiere:

Ich mach es anders

Elisabeth Glutina

Veggie Goes Glutenfrei

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht 🙂

Fruktosefreie Haferpancakes

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Zutaten:

70g Hafermehl (gemahlene Haferflocken)

1 Ei

100ml Milch

2 TL Reissirup

1 TL Traubenzucker

viel Zimt

ein wenig Vanille aus der Mühle

ein wenig Backpulver

ein Schluck  Sprudelwasser

Einfach alle Zutaten miteinander vermengen, den Teig kurz stehen lassen und z.B. in Kokosöl anbraten.

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Laufbericht – Der Maisel’s FunRun 2015

Der Maisel’s FunRun ist jährlich stattfindender Volkslauf der Brauerei Maisel in Bayreuth. Neben diversen kurzen Läufen für Kinder wird die Viertel- und Halbmarathondistanz angeboten.

Anhang 3 (2)
Am Morgen vor dem Lauf: Alles bereit

Vor drei Jahren bin ich dort zum ersten Mal die 10km gelaufen. Für mich war das damals der Wahnsinn, ich hatte ein Jahr zuvor erst Sport und gesunde Ernährung für mich entdeckt und mein Ziel war einfach nur „durchkommen!“. Als ich dann tatsächlich eine Zeit von 01:04:59 schaffe, konnte ich es nicht glauben! Meine Bestzeit im Training war acht Minuten langsamer gewesen!!

Seitdem ist das Laufen bei mir leider wieder eingeschlafen und erst Anfang diesen Jahres habe ich wieder so richtig angefangen – dafür mit umso mehr Begeisterung. Ich wollte unbedingt wieder mitlaufen und meine Zeit von damals schlagen.

Anhang 1 (8)
Vor dem Lauf

Vorfreudig stand ich am Sonntag des Laufs auf, nur um festzustellen, dass es mir nicht so gut ging. Nennen wir es mal „Verdauungsprobleme“, dazu ein flaues Gefühl im Magen, und das war nicht die Aufregung! Kurzzeitig überlegte ich sogar, den Lauf abzusagen, aber ich wollte unbedingt starten. Mit der ganzen Familie ging es also los nach Bayreuth. Wir kamen ca. 20 Minuten vor Startschuss an und konnten so noch den Halbmarathonläufern beim Starten zusehen, die eine viertel Stunde vor uns los liefen. Dank unverhofftem Sonnenschein legte ich schon bald mein Jäckchen ab und übergab meine Tasche meiner Mama. Mein Papa und ich (er lief auch mit) bewegten uns Richtung Start, ich reihte mich aber deutlich hinter ihm ein. Der Startschuss fiel, die Stimmung war gut und ich wollte unbedingt loslaufen (dass mir flau im Magen war hatte ich sogar für den Moment vergessen), aber es dauerte noch 2-3 Minuten, bis ich überhaupt über die Startlinie kam. Dann Runtasticaufzeichnung starten, Musik an, Armtasche fürs Handy anlegen und looos geht’s. Es war ein tolles Gefühl. Der Läuferstrom vor und nach mir schien endlos, zahlreiche Leute feuerten uns von allen Seiten an, die Sonne schien und ich freute mich. Die ersten Kilometer liefen sehr gut. Ich startete schnell, aber nicht zu schnell, konnte viele Läufer überholen, hätte aber gerne noch mehr, wenn die Wegbreite es zugelassen hätte. Bald schon sagte mir die nette Runtastic Stimme „You’ve completed one quarter of your workout“. Yeah, ging ja ganz schnell. Ab dem sechsten Kilometer spürte ich die Anstrengung deutlich. Hier ging ich aber noch davon aus, locker unter 1 Std. 5 Min. zu kommen und stresste mich deswegen nicht zu sehr. Ich überholte immer mal wieder ein paar Läufer und freute mich der Zuschauer am Wegesrand. Beim Getränkestand musste ich nur über mich selbst schmunzeln, vielleicht hätte ich das Trinken während des Laufens vorher einmal üben sollen 😀

Ab km 7 oder 8 merkte ich langsam, dass es mit der geplanten Zielzeit eventuell doch nicht klappen würde und vor allem, dass meine Kräfte nachließen. Ich war leicht entmutigt, kämpfte mich aber trotzdem vorwärts. Die letzten 1,5-2km führten wieder durch die Innenstadt und die Zuschauer wurden mehr. Das hat nochmal richtig Kraft gegeben! Irgendwie schleppte ich mich über die letzte Strecke, obwohl ich eigentlich gar keine Lust mehr hatte und mich am liebsten einfach hingelegt hätte 😉 Puuh und wie lange so eine Zielgerade sein kann. „Da muss doch endlich das Ziel kommen!!“. Schließlich erreichte ich es endlich und war heilfroh, das Laufen aufhören zu können. Für einen kurzen Augenblick war ich total enttäuscht, dass ich tatsächlich noch ÜBER die 01:05h gekommen war, aber dann war ich einfach nur stolz auf mich, dass ich es durchgezogen habe und im Ziel war! Ich bahnte mir einen Weg durch die Läufermassen und versuchte kleine Runden zu drehen, während ich kaum Luft bekam und wäre ich stehen geblieben, hätte wahrscheinlich mein Kreislauf nachgegeben. Als es wieder besser ging, holte ich mir ein Wasser und suchte meine Familie. Bei meinem Papa war es deutlich besser gelaufen, er hatte seine Zielzeit sogar noch übertroffen und meine Familie versicherte mir, dass auch meine Zeit top wäre.

Zieleinlauf
Zieleinlauf

Wir verbrachten noch ein wenig Zeit auf dem Weißbierfest, bevor es nach Hause zum Duschen und Muttertagsbesuchen ging. Nachmittags kam dann auch endlich die offizielle Zeitmessung online: 01:05:32.

Ich bin absolut nicht zufrieden mit der Zeit und enttäuscht, da ich mir deutlich mehr erhofft hatte. Aber hey! Mir ging es früh nicht gut und ich habe es trotzdem durchgezogen! Es war ein schöner Lauf mit super Stimmung. Danke an dieser Stelle an die vielen Zuschauer entlang der Strecke, die immer wieder angefeuert und motiviert haben. Ihr glaubt gar nicht, wie gut sich das anfühlt!

Und für meinen nächsten Lauf bin ich auch schon angemeldet. Im September findet in meiner neuen Heimat (bei Bayreuth ist meine alte) wieder ein Viertelmarathon statt, und da habe ich mir vorgenommen, mit einem strukturierterem Training unter 1 Stunde zu kommen!

So, falls es jemand tatsächlich bis hierhin gelesen hat: Sorry, ich weiß, das war kein Marathonbericht, aber für mich war es trotzdem ein „emotionales“ Erlebnis, das ich mit euch teilen möchte 🙂

Anhang 4
Nach dem Lauf – Erschöpft, unzufrieden aber stolz Und beim nächsten Mal wird’s besser